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Loslassen – Vom Festhalten zur „Los-Gelassenheit“

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Einen sicheren inneren Halt finden

 

Wir Menschen klammern uns manchmal an Dinge, nicht weil wir sie unbedingt brauchen oder bewahren möchten, sondern vielmehr, um uns selbst daran festzuhalten. Wir sehnen uns nach einem inneren Halt und Sicherheit. In vielen Fällen sind es nicht die äußeren Themen, Personen oder Gegenstände, die wir festhalten, sondern unser eigenes Bedürfnis nach Stabilität.

 

Das Ziel: Selbstakzeptanz und innere Stärke

 

Die wichtigste Voraussetzung, um loszulassen, ist es, unsere eigene Persönlichkeit zu erkennen und vollständig zu akzeptieren. Wenn wir dies erreichen, müssen wir uns nicht länger an äußeren Einflüssen festklammern, um uns sicher zu fühlen.

 

Praktische Schritte zum Loslassen

 

Oft sind die Dinge, die wir loslassen möchten, mit starken Emotionen verbunden. Diese Emotionen werden häufig unterdrückt oder ignoriert, was dazu führt, dass das Problem nicht bewältigt wird. Um etwas loszulassen, müssen wir es zuerst annehmen und verstehen. Akzeptanz und Verständnis sind Schlüsselaspekte, um nachhaltig loszulassen.

 

Es gibt verschiedene Methoden, die uns beim Loslassen unterstützen können. Es ist ratsam, diejenige Methode auszuwählen, die am besten zu dir passt, und sie ohne Vorbehalte auszuprobieren:

 

Schreiben

 

Das Niederschreiben von Gedanken und Emotionen in Form eines Briefes oder Tagebucheintrags kann helfen, Belastendes zu verarbeiten. Du kannst alles aufschreiben, was du als belastend empfindest, jede Emotion und jedes Gefühl. Lies deine Aufzeichnungen nach einigen Tagen erneut und beobachte, wie sich deine Gefühle verändert haben. Wenn sie leichter geworden sind, hast du bereits einen Teil losgelassen. Wenn weitere Gefühle hochkommen, ergänze deine Aufzeichnungen. Anschließend kannst du das Geschriebene verbrennen und dir vorstellen, wie deine Sorgen und Probleme mit dem Rauch verschwinden.

 

Raum geben

 

Nimm dir jeden Tag bewusst fünf Minuten Zeit, um dich mit dem belastenden Thema auseinanderzusetzen. Schreibe auf, was dich bewegt, oder sprich mit jemandem darüber. Nach den fünf Minuten lenkst du deine Aufmerksamkeit bewusst auf etwas Positives oder Motivierendes.

 

Reden

 

Sprich offen über das, was dich belastet und was du loslassen möchtest. Das Aussprechen von Emotionen kann befreiend wirken. Du kannst auch schreien oder schreiende Seminare besuchen, um Emotionen wie Ärger und Wut loszulassen.

 

Meditation

 

In der Meditation lernst du, an dich selbst zu glauben, dir selbst Kraft und Orientierung zu geben. Meditation kann dir helfen, tief mit deinem Unterbewusstsein zu arbeiten und Lösungen zu visualisieren. Es gibt viele Meditationen zu verschiedenen Themen, die du alleine oder mit Begleitung einer Beraterin praktizieren kannst.

 

Befreiendes Atmen

 

Verbinde tiefes Atmen mit dem, was du loslassen möchtest. Stelle dir vor, wie Emotionen in deinem Atem aufsteigen und mit dem Ausatmen verschwinden. Visualisiere dabei, wie deine Probleme mit dem Ausatmen einfach fortgehen.

 

Weinen

 

Weinen ist ein natürlicher Mechanismus, um belastende Emotionen auszudrücken und loszulassen. Es hilft dabei, Stresshormone abzubauen und die Seele zu reinigen. Oft fühlt man sich nach dem Weinen erleichtert und kann klarer denken.

 

Körperlich abreagieren

 

Körperliche Aktivitäten, wie Laufen, Tanzen oder Turnen, helfen dabei, intensive Emotionen auszuleben und loszulassen.

 

Vorübergehendes Weglegen

 

Manchmal hilft es, sich bewusst vorzunehmen, sich später erneut mit einem belastenden Thema zu befassen. Das Aufschieben verschafft Abstand und kann das Loslassen erleichtern.

 

 

Zum Abschluss möchte ich noch zwei Zitate in Erinnerung rufen:

 

 „Groll bewahren heißt, sich selbst vergiften und sich erwarten, dass der andere stirbt.“

 

 „An Ärger festhalten ist wie das Festhalten einer glühenden Kohle mit der Absicht, sie nach jemandem zu werfen – derjenige, der sich dabei verbrennt, bist du selbst.“

 

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