ÜBER MICH
,Postkarten-Weisheiten kannst du dir sparen
Ich könnte dir jetzt erzählen, dass jede Krise eine Chance ist und am Ende alles einen Sinn ergibt. Klingt super auf einer Postkarte. Wenn man mitten im eigenen Chaos steckt, hilft das ungefähr so viel wie ein „Denk positiv“, während einem gerade das ganze Leben um die Ohren fliegt.
Ich weiß das, weil ich selbst an Punkten stand, an denen mir mit Lebensweisheiten so gar nicht geholfen war. Ich hätte jemanden gebraucht, der mit mir hinschaut, statt mich mit Zitaten zu bewerfen.
Genau dafür bin ich da.
Funktionieren wie geschmiert, innerlich längst ausgecheckt
Ich begleite Frauen, die nach außen funktionieren wie geschmiert, während innerlich längst die Frage steht: War das jetzt wirklich alles? Frauen, bei denen alle Fäden zusammenlaufen – nur der eigene ist irgendwann zwischen Alltag und „ich mach das noch schnell“ verschwunden. Keine Ahnung, wohin. Vermutlich dorthin, wo auch die zweite Socke landet.
Vielleicht stehst du gerade genau vor der Frage: gehen oder bleiben, verändern oder tapfer weiter durchhalten. Genau dort beginnt meine Arbeit.
Komplizin, nicht Ratschlagsautomat
Ich nenne mich bewusst Komplizin. Denn Ratschläge kriegst du im Leben eh schon genug – von der (Schwieger)mutter, der besten Freundin, dem Internet, dem Horoskop. Was du eher brauchst, ist jemand, der neben dir steht und mit dir gemeinsam rausfindet, was eigentlich los ist. Ohne dir dabei permanent zu erklären, was du „eigentlich mal machen solltest“.
Ich war Weltmeisterin im Selbst-Zurückstellen
Ich hab meine eigenen Bedürfnisse jahrelang äußerst erfolgreich nach hinten geschoben – Weltklasse-Niveau, olympiareif. Andere Menschen, ihre Sorgen, ihre Erwartungen: fixer Platz ganz oben auf meiner Liste. Ich selbst durfte mich irgendwo zwischen Alltag, Verantwortung und schlechtem Gewissen einreihen, meistens knapp hinter der Steuererklärung.
Rückblickend kein besonders kluges Konzept. Damals dachte ich, ich wäre einfach stark.
Heute weiß ich: Stark ist auch, sich selbst nicht ans Ende der Warteschlange zu stellen.
Die Kunst des Wartens, olympiareif
Ich könnte bei 1999 anfangen. Eigentlich begann die Geschichte aber Jahre früher – mit dem Hoffen, dass sich alles von selbst einrenkt, und der Frage, ob ich vielleicht einfach zu empfindlich bin. Von außen sprach ja auch einiges für ein gelungenes Leben: Haus, Familie, Sicherheit. Und genau das macht solche Entscheidungen so gemein. Eine Frau geht selten, weil ein einzelner Tag schlecht war. Meist gehen Jahre voraus, in denen sie versucht, versteht, verzeiht – und wartet, dass es besser wird. Wir Frauen sind erstaunlich gut im Warten. Fast eine eigene Sportart.
1999: Silent Divorce, bevor es dafür ein Wort gab
1999 habe ich meine Ehe verlassen. Unser Haus. Mit meiner vierjährigen Tochter an der Hand. Heute klingt das nach einer mutigen Entscheidung. Damals fühlte es sich vor allem nach einer riesigen Herausforderung an, gepaart mit der Sorge, ob ich das überhaupt schaffe. Ich hatte einen Plan – heute nennt man das „Silent Divorce“. Damals hatte ich dafür einfach keinen schicken Namen, nur die Ermächtigung, mich lange vorher im Stillen abzusichern, bevor ich den Mund aufgemacht hab. Manche würden das kalkuliert nennen. Ich nenn’s überlebensnotwendig.
Zu dieser Zeit gehört auch, dass ich Nachtrennungsgewalt erlebt habe – Kontrolle, Einschüchterung, psychischer Druck, der nach der Trennung nicht aufhört, nur weil das Papier unterschrieben ist. Ich erzähl das nicht, um Mitleid zu ernten, sondern weil ich weiß, wie sich diese Angst anfühlt. Genau diese Momente sehe ich heute bei vielen Frauen, die bei mir sitzen.
Lieber das unbekannte Glück als das bekannte Unglück
Ein Jahr nach der Scheidung hab ich meinen sicheren Bankjob gekündigt. 15 Jahre, fixer Gehalt, geregelte Laufbahn – weg, und das für eine komplett andere Branche (Autos!). In meiner Familie hielt man mich für leicht verrückt. Bei uns galt das unausgesprochene Gesetz: „Lieber das bekannte Unglück als das unbekannte Glück.“ Ich wollte trotzdem wissen, wie sich das Glück anfühlt, das man sich selbst ausgesucht hat, nicht das, das einem zugeteilt wurde.
Danach führte mich mein Berufsleben durch ganz unterschiedliche Rollen. Jede einzelne hat mir etwas beigebracht – über Menschen, über Organisationen, über Führung und vor allem über mich selbst. Und ja, da waren auch ein paar Umwege dabei, die ich heute mit einem Augenzwinkern als „spannende Stationen“ verkaufe.
Tagsüber Büro, abends Doppelleben
Und immer wieder dieses Gefühl: Da ist noch etwas anderes. Also hab ich neben dem Job Ausbildung um Ausbildung gemacht – wie eine Doppelagentin, die tagsüber ins Büro geht und abends an ihrem eigentlichen Leben bastelt. Bis ich mir irgendwann den Traum erfüllt hab, den ich mir selbst am wenigsten zugetraut hätte: die Selbstständigkeit.
Mein Körper war irgendwann ehrlicher als ich
Ich war lange Weltmeisterin im Funktionieren. Mein inneres Motto: Das geht schon noch. Müdigkeit? Wird schon wieder. Erschöpfung? Kaffee hilft. Pause? Später, vielleicht nächstes Jahrzehnt. Spoiler: Dieser Satz ist selten ein gutes Zeichen. Irgendwann hat mein Körper aufgehört zu flüstern und angefangen zu schreien. Heute weiß ich: Der Körper merkt’s meistens früher als der Kopf – er ist einfach der ehrlichere Kollege.
Liebe, zweite Chancen und bewusste Entscheidungen
Auch meine zweite Ehe hatte ihre Krise. Wir hätten uns trennen können – ehrlich, die Option lag ziemlich verlockend auf dem Tisch. Wir haben uns stattdessen entschieden, genauer hinzuschauen. Paartherapie, unbequeme Gespräche, die Bereitschaft, beide Verantwortung zu übernehmen statt nur mit dem Finger zu zeigen. Liebe ist kein Dauerabo, das läuft und läuft, egal ob man was dafür tut. Deshalb begleite ich in meinen Coachings übrigens auch das Bleiben – nicht nur das Gehen ist mutig.
(Unsere Geschichte hat’s sogar in die Kleine Zeitung geschafft, falls du neugierig bist.)
Ich lebe in Wien (würde aber viiiiieeell lieber am Meer wohnen). Mit meinem Mann und drei großen Wuschelkatzen: Gizmo, Lucy und Belara.
Meine Katzen sind übrigens überzeugt davon, dass sie meine wichtigsten Mitarbeiterinnen sind. Ich lasse sie in diesem Glauben, schließlich ist gute Führung manchmal auch, nicht jede Diskussion gewinnen zu müssen.
Meine Tochter ist mittlerweile erwachsen und natürlich bin ich eine unglaublich stolze Mama. Das sage ich mit einem Augenzwinkern, denn ja, Mütter dürfen auch einmal ein bisschen schwärmen. Gleichzeitig bin ich vor allem dankbar, wenn ich zurückblicke und sehe, was wir beide gemeinsam geschafft haben.
Denn hinter dieser Geschichte stehen nicht nur schwierige Entscheidungen und neue Wege, sondern auch ganz viele Momente, in denen wir gewachsen sind, zusammengehalten haben und uns ein neues Leben aufgebaut haben.
Ich liebe Reisen. Mein Motto: Save memories, not money. Ich sammle lieber Geschichten, Eindrücke, Begegnungen und Erlebnisse als Dinge.
Ich mag ehrliche Gespräche, Menschen mit Humor und Momente, in denen wir nicht versuchen müssen, perfekt zu wirken.
Ich bin überzeugte Feministin, weil ich an Gleichwertigkeit und Selbstbestimmung glaube. Feminismus bedeutet für mich, dafür einzustehen, dass alle Menschen frei von einengenden Rollenbildern ihr Leben gestalten können. Zu diesem Thema gehe ich gerne die eine oder andere Diskussion ein 😉
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Meine eigene Geschichte hilft mir, Frauen zu verstehen.
Meine Ausbildungen geben mir das professionelle Fundament, sie wirkungsvoll zu begleiten.
- Dipl. Lebens- und Sozialberaterin | Dipl. psychologische Beraterin
- Dipl. Systemische Coachin
- Dipl. Mentaltrainerin | Dipl. Mentalcoachin
- Dipl. Supervisorin
- Mein Engagement geht auch über meine Coachings hinaus:
- 30 Jahre Führungsetage und gehobenes Management haben mir eines gezeigt: Frauen organisieren ganze Abteilungen und Familien – nur ihre eigenen Grenzen vergessen sie dabei.
- Assistenztätigkeit bei Imago-Generationenworkshops der Psychotherapeuten Bösel
- Partnerin im Gesundheitspark Herz Jesu Krankenhaus Sabine Buiten (gesundheitspark.at)
- Gesundheitspartnerin SVS (svs.at)
- Ehrenamt "Die Wirkschafterinnen": Weil wir wirken - die Community mit Wirkung
- Coaching für alleinerziehende Mütter Sabine Buiten - FEMA (verein-fema.at)
- Ehrenamt Jugend- und Elternmentoring (Younus ehemals BigBrothersBigSisters)
- Mitgründerin und treibende Kraft bei der Etablierung eines Frauennetzwerks in einem großen Unternehmen
Was du von mir erwarten kannst
Bei mir darf alles Platz haben – deine Zweifel, deine Wut, deine Fragen, deine Unsicherheit. Ich werd dich für keins davon schräg anschauen. Ich hab sie alle selbst schon durch, teilweise gleichzeitig, an einem besonders schlechten Dienstag.
Was du auch bekommst: jemanden, der mit dir hinschaut statt drüberzureden. Und der ehrlich sagt, was er sieht – auch wenn’s unbequem ist. Gerade dann.
Ein Leben ohne Herausforderungen kann ich dir nicht versprechen. Wäre nach allem, was du gerade gelesen hast, auch ziemlich unglaubwürdig.
Was ich dir versprechen kann: Du musst das nicht alleine sortieren. Ich geh ein Stück mit dir. Mit Klarheit, mit Erfahrung, mit Herz – und mit Humor (ja, der darf auch mit). Und mit der festen Überzeugung, dass in dir mehr steckt, als du dir aktuell zutraust.
Wenn du spürst, dass jetzt deine Zeit ist
Dann lass uns reden. In einem kostenlosen Klarheitsgespräch schauen wir gemeinsam, wo du gerade stehst, was dich beschäftigt und welcher nächste Schritt für dich sinnvoll sein könnte.
Manchmal beginnt Veränderung mit einem einzigen Gespräch. Vielleicht ist es genau der Anfang, den du gerade brauchst.
Ich freue mich darauf, dich kennenzulernen.
