Rauhnächte – befreiendes Loslassen & Neubeginn mit positiver Energie

Zwischen dem 25. Dezember und 6. Jänner, in den so genannten Raunächten, ist nach Erzählungen und Überlieferungen eine Schwellenzeit, in der die Pforten zur Unterwelt weit geöffnet und die Übergänge zwischen Diesseits und Jenseits fließend sind. Es ist die Zeit des Wandels und Neubeginns, der Reinigung und Besinnung und der Rückzug nach Innen steht im Vordergrund.

Auch wenn wir in unserer modernen Gesellschaft Brauchtum und Tradition oft vergessen oder nicht mehr anwenden, können wir es wieder aufleben lassen, diese mystische Zeit zwischen den Jahren für persönliche (Räucher-)Rituale nützen, um uns Schutz für uns und unsere Liebste zu wünschen, das vergangene Jahr gut abzuschließen, belastendes loszulassen und uns befreit und positiv auf das neue Jahr vorbereiten. Rituale helfen bei der Beantwortung von Fragen – und reflektieren unsere Glaubenssätze, Verhaltensweisen und -muster.

Die Tage und Nächte in dieser Phase haben eine besondere Bedeutung: Es sind Lostage oder Schicksalstage – so ist alles, was an diesen Tagen passiert, von Bedeutung, auch die Inhalte der Träume gilt es zu beobachten. Jeder Tag der Rauhnächte steht für einen (Mond-)Monat im kommenden Jahr und hat einen besonderen Schwerpunkt. Dies bringt die Chance mit sich, bestimmte Vorhaben mit der Kraft der Intuition positiv zu beeinflussen und somit das neue Jahr mitzugestalten. 

1. Rauhnacht (Die Nacht vom 24.12. auf den 25.12.) Januar, Thema: Basis, Grundlage, Wurzeln

2. Rauhnacht (25.12. – 26.12.) Februar, Thema: eigene Kraft, höheres Selbst, innere Stimme

3. Rauhnacht (26.12. – 27.12.) März, Thema: Herzöffnung, Wunder

4. Rauhnacht (27.12. – 28.12.) April, Thema: Tag der Auflösung von Blockaden

5. Rauhnacht (28.12. – 29.12.) Mai, Thema: Freundschaft

6. Rauhnacht (29.12. – 30.12.) Juni, Thema: Bereinigung

7. Rauhnacht (30.12. – 31.12.) Juli, Thema: Vorbereitung auf das Neue

8. Rauhnacht (31.12. – 01.01) August, Thema: Geburt des neuen Jahres, Spaß,  

    Lebensfreude

9. Rauhnacht (01.01. – 02.01.) September, Thema: Segen, Weisheit

10. Rauhnacht (02.01. – 03.01.) Oktober, Thema: Visionen, Eingebungen

11. Rauhnacht (03.01. – 04.01.) November, Thema: Loslassen, Abschied nehmen

12. Rauhnacht (04.01. – 05.01.) Dezember, Thema: Wunder, Bereinigung

Heilige Drei Könige (06.01.) Abschlusstag, geeignet für ein Abschlussritual, um die 12 Tage Revue passieren zu lassen.

Ein bis heute verbreiteter Brauch in den zwölf Rauhnächten ist das Räuchern. Um sich und sein Zuhause vor Leid und Unglück zu schützen, werden Heilpflanzen und Harze in Räucherschalen verräuchert und in jeden Winkel getragen. Du benötigst zum Räuchern: Räucherschale, Räuchersand und Kohle. Räucherkräuter sind  zB: Weihrauch, Salbei, Myrthe, Thymian…

Man geht jeden Tag oder Nacht mit einer Räucherschale durch alle Zimmer und bläst den Rauch in alle Ecken. Dabei stellt man sich vor, dass sich alles Negative der Vergangenheit in dem Rauch auflöst und daraus Positives entsteht. Sprich auch gerne deine Wünsche, Hoffnungen und Sehnsüchte laut dabei aus. Der Schwerpunkt den ersten sechs Nächte liegt im alten Jahr, in den anderen sechs im kommenden, neuen Jahr.

Zusätzlich kannst du auch kleine gerollte Zettelchen auf die Kohle legen, auf die du alles aufgeschrieben hast, was dich belastet, dich traurig macht – einfach alles was du gerne loslassen und dich davon befreien möchtest wie z.B. traurige Ereignisse und/oder unerfreuliche Begegnungen, belastende Eigenschaften etc. Während die Zettelchen verbrennen, stell dir vor, wie du dich von dem Negativen löst und gehe über zu den schönen Gedanken, wie dem Verzeihen, der Befreiung und dem Neubeginn. Für diesen Neubeginn kannst du auch jeden Abend eine spezielle Kerze dafür anzünden oder dir jeden Tag einen anderen Stein in eine Schale legen.

Weitere Rituale und Bräuche rund um die Rauhnächte:

  • Retourniere geliehene Dinge & begleiche Schulden bzw. offene Rechnungen.
  • Versuche ungeklärte Angelegenheiten zu bereinigen
  • Bringe Ordnung in dein Haus bzw. in deine Wohnung und verbinde es gleich damit, Dinge, die du nicht mehr benötigst, auszumisten.
  • Sei dankbar für die Menschen, die dich durch das Jahr begleitet haben und lasse die gehen, welche keinen Platz mehr im nächsten Jahr in deinem Leben haben.

Schaue dankbar zurück und schließe das Jahr ab in dem du dir folgende Fragen stellst:

  • Was war schön in diesem Jahr, was ist in diesem Jahr geschehen, wofür bin ich dankbar?
  • Welche Erlebnisse waren besonders einschneidend, was habe ich dadurch erfahren und gelernt?
  • Was ist mir besonders gut gelungen, worauf bin ich stolz?
  • Was hat sich wie verändert?
  • Was habe ich zu Ende gebracht?
  • Was lasse ich zurück, was nehme ich mit?
  • Was ist noch offen bzw. ist noch zu tun?
  • Worauf freue ich mich und was möchte ich gerne im neuen Jahr umsetzen bzw. erleben?

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